Mies-van-der-Rohe-Preis
Neues Museum in Berlin erhält EU-Preis für zeitgenössische Architektur
Das ursprüngliche Neue Museum wurde nach den Plänen von Friedrich August Stüler in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es jedoch schwer beschädigt. Im Jahr 2003 begann dann der Wiederaufbau mit dem Ziel, dem Gebäude wieder zu seinem einstigen Glanz verhelfen. David Chipperfield, der zusammen mit seinem britischen Kollegen Julian Harrap an diesem Projekt arbeitete, wählte für die Restaurierung ein dynamisches Konzept. Anstatt die Unterschiede zwischen alten und neuen Elementen aus „Marmorbeton" zu kaschieren, wurden Vergangenheit und Gegenwart auf bewundernswerte Weise kombiniert und damit ein einmaliges und vielschichtiges Gebäude geschaffen. Jetzt wurde das Neue Museum in Berlin mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis, dem EU-Preis für zeitgenössische Architektur ausgezeichnet.Und Architekt David Chipperfield freute sich: „Der Wiederaufbau des Neuen Museums zeugt von der Zusammenarbeit, die in einem Umfeld mit hohen Ansprüchen der Öffentlichkeit stattfand. Nicht nur die Anstrengungen des professionellen Teams, sondern auch das Engagement des Auftraggebers und der städtischen Behörden, die sich an diesem schwierigen und außergewöhnlichen Prozess beteiligten, haben sich im Ergebnis niedergeschlagen." Herzlichen Glückwunsch. Ein ausgezeichnetes Konzept – im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Preisträger des diesjährigen Mies-van-der-Rohe-Preises wurden unter 343 Bewerbern aus 33 europäischen Ländern ausgewählt. Sechs Arbeiten kamen in die Endauswahl, darunter: Jugendtheater Bronks (Brüssel, Belgien, entworfen von Martine De Maeseneer, Dirk Van den Brande), MAXXI: Museum der Künste des XXI. Jahrhunderts (Rom, Italien, von Zaha Hadid, Patrick Schumacher, Gianluca Racana), Danmarks Radio Koncerthus (Kopenhagen, Dänemark, von Jean Nouvel), Akropolis-Museum (Athen, Griechenland, von Bernard Tschumi), Rehabilitationszentrum Groot Klimmendaal (Arnheim, Niederlande, von Koen van Velsen).
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